Ich hatte heute nacht einen Traum und dieser Traum war leider wahr. Der Referent fraß Zeichen, wie sein Bild und umgekehrt geschah es auch gleich wieder. In meinem Kopf war alles wirr und bunte Bilder flogen wild durch einen konstruierten Raum, der seine Gestalt ständig verlor. Es ging sehr schnell und langsam vor sich. Grenzen schwammen, bebten und flossen auf Eindrücken und losen Landschaften daher. Mein Blickpunkt sprengte sich selbst und ich wurde eins, dass alles aufging.
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Einst ging Gott seinen Weg entlang, als ihm jemand vor die Füße spuckte. Konsterniert über diese Untat, blieb er stehen und runzelte seine äußerst weise Stirn. Eine Denkpause trat ein. Stille in der Welt. Wer würde es wagen Gott vor die Füße zu spucken? Doch wohl kein Sterblicher aus seinem notdürftigen Lehmleib. Das Engelsystem war nach dem fatal-error längst abgeschafft und den Teufel zu kreieren hatte Gott nie ernstlich in Betracht gezogen. Es gab keine Erklärung und Gott versank tiefer in heiliger Kontemplation. Doch ein Sterblicher? Und Gott fuhr der gesamten Vorverwesung durch die Glieder, in der Hoffnung mehr zu erfahren. Es konnte kein Sterblicher sein, Gott braucht nichts in Erfahrung zu bringen. Warum wusste er dann nicht, wessen Spucke dort zu seinen Füßen schmierte? Und er sah, dass es gut war.
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Der neulich vorgebrachte Vorwurf, einen Mangel an Selbstreflexion zu besitzen, traf mich völlig unerwartet in meinem Dunst aus Bierseeligkeit und vor dem Nichts verzweifelnder Langeweile.
Das war ja unerhört! Meine dickflüssigen Gedanken stauen und aus dem Sumpf in die Sonne zerren zu wollen, ist ein wohl eher klägliches Unterfangen. Dafür benötigt es schon mehr als nur ein Guinnes, da sich mein Mitteilungsbedürfnis im Laufe des Lebens auf einen kleinen Pfurz minimiert hat. Den kann ich schon vor dem Frühstück loswerden und bin dann den Rest des Tages frei. Wohlige Ruhe.
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Kühlschrank-Ungetümlichkeiten haben die Macht korrumpiert und meine Salami vernichtet! Das kann jedem passieren! Kein Scheiß, das hört nicht mit der Salami auf.
Der Wurstverlust ist bereits ein Dilemma von Welt, schließlich hatte ich Original-Bio-Salami von guten Rindern mit sauberen Bauern. Und ich waahrne! Meine Tomaten sind als nächstes untergegangen, obwohl sie in der Original-Gemüseladen-Plastiktüte gegen Überflutung versichert waren! Hat nix genützt. Es tropfte vom Oben nach zu dem Unten und vernichts-tete ohne rumzuhemmen die Speisen meines Leibes. Die Speisen, welche ich jedenfalls für meinen Leib dort hinkoordiniert hatte. Öh… Ja.
Was war geschehen? Ich musste mich total schockiert und hungrig und erbost erbosen, darum habe ich sofort nach einer Antwort gesucht. Kühlschrank von innen beguckt. Hm hm. Feucht oben. Hm hm. Eisfach… Eis. Hm. Dann Kühlschrank von außen beguckt. Weiß mit schmutzig. Hm. Mal gelauscht. Nix! Der Tood!
Parnik, Wut und Frühstückslosigkeit! Wie mach ich den Schrank wieder kalt? Also auch die Rückwand gecheckt, ob der Stecker steckt. Yup. Aber was ist das? Ein Zettel am Kühlgitter der rückgerichteten Kühlwand. „Der Geruch kommt aus hier“ und ein Pfeil nach unten. Super! Welch wunderbar wertvolle Information! Kaum bin ich dem Pfeil mit wirren Blicken gefolgt, fängt mein Kühlschrank an zu brummen. Juhu! Danke, weiser unbekannter Zettelanbringer!
Keine Ahnung von welchem Geruch der da spricht, aber die präzise Ortsangabe hilft auch auf anderen Gebieten (z.B. Salamischmelzgebieten, Tomatenerweichung, etc…). Nun ist alles kalt und ich habe mich ernährt.
Moralitäten der Geschichte: Folget den Hinweisen!
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Ich ging des Nachts ein Tal hinab und fand nicht mehr hinaus. Während ein kunterbunter Hund um meinen Kopf segelte, wanden sich auf meinen Füßen große Würmer. Der Boden sank mir entgegen und von oben tropfte ein wenig Mondlicht über die Gegend. Wie der Schleier zu einer anderen Welt, welche schemenhaft in den Vordergrund trat und ich konnte nicht mehr sagen auf welcher Seite des Lichtes ich mich befand. Schatten, oder Schein. Beides war getrennt, ohne Übergang und alles war klar und überdeutlich mit Tinte gezogen. Da spürte ich mein Herz für einen Moment, eine halbe Wolke zog vorüber und tausend graue Farben fanden in mein Tal. Ich hob die Beine und sie liefen hinaus.
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Das Leuchten meiner Augen müsste dich verbrennen, wenn es nicht bloß eine schwache Reflektion deines Strahlens wäre. Göttin meiner Sehnsucht.
Ja, ich muss mich lächerlich machen, bei dem Versuch mein Empfinden für dich in Worte zu pressen. Jede Zurückhaltung würde ihm nicht gerecht und mein Herz müsste platzen, wie eine Bierdose im Himmel. Gleich dieser armen Blechbüchse fliegt auch mein Herz über den hohen Wolken der Liebe und weiß sich nur zu helfen, indem es sich öffnet und die Sonne einlässt.
Schade. Es fehlt die Göttin, die Sonne, und mein Herz erstarrt in der ewigen Kälte dieser Welt. Ein kahler grauer Ort. Wenn es wenigstens einen Gott gäbe! Scheiße.
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Ohne Oben und Unten gibt es auch keine Seiten mehr. Das wäre ja nichts anderes als wieder Oben und Unten. Stell dir vor, du hast einen Bezugspunkt, den du zu nichts in Beziehung setzen kannst. Dann ist es kein Bezugspunkt mehr. Ist es dann aber noch ein Punkt?
Stell dir vor du bist dieser Punkt. Wie kannst du dich deiner Selbst versichern, ohne dich zu einer Welt in Beziehung zu setzen?
„Gott sprach, es werde Licht; und es ward Licht.“
Was geht ab in der -von mir vielleicht zu unrecht immer als bescheuert deklarierten- Bibel? Als erstes eine Trennung von Hell und Dunkel. Kann man auch Oben und Unten nennen. Oder Wasser und Land.
Die Welt wird tatsächlich geschaffen. Durch unser binäres Denken und dass wir dieses benötigen, um auf unser Leben klar zu kommen, untermauert wieder irgendwie unsere Existenz. Wir können also beruhigt sein. Pfuh… Oder auch nicht??
Kein Plan, ich hab jetzt ganz profanen Hunger und werde den genüsslich bekämpfen. Mmmh und Bier… Traumhaft, dass wir nicht immer über unser Dasein nachdenken müssen. Wir können auch einfach mal ne Runde leben^^
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„…ein Oben und Unten gibt es nur im Denken, nur in der Abstraktion. Die Welt selbst kennt kein Oben noch Unten…“ – H.Hesse
Wie unangenehm recht der Mann hat. Ohne Oben und Unten sind wir völlig verloren in dieser Welt, weshalb wir alle unsere Position hier in diesem uns eigenen Kopf sichern. Nur wie können wir noch Vertrauen in unser eigenst erschaffenes Oben und Unten erhalten, nachdem wir diesen Satz gelesen und gedacht haben? Mit diesem Gedanken im Kopf zerbröselt doch die ganze Welt. Die Abstraktion unseres Weltbildes wird in ihrer ganzen kalten Grausamkeit offenbar und obwohl wir klug genug sind sofort ein neues Zuhause zu schaffen, uns mit der Welt in ein Verhältnis zu setzen, hinterlässt der kleine hässliche Erkenntnissblitz eine weißgebrannte Fläche mit bröckelnden Rändern, die alle nur den entmutigenden Blick in einen Abgrund bieten. Übelkeit erregend. Ich erbreche ganze Wortströmungen, mit denen ich meinen Hort zu festigen suche. Ein gewisser Schwermut setzt sich im Erleben dieser Hilflosigkeit fest.
„Du bist da zuhause, wo deine Sprache zuhause ist.“ Der gute alte Goethe war schon ein kluges Kerlchen. So suche ich mich im endlosen, pulsierenden Leben der Sprache – Königin der Abstraktion und Göttin des Scheins.
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Heute musste ich meine Jacke ausziehen. Die Sonne belästigte mich und mir wurde ganz furchtbar heiß. Das ganze Entkleiden hat leider nicht gegen die grässliche Helligkeit geholfen. Nagut, eigentlich fand ich das super mit der Sonne, aber als ich auf der Europa-Brücke den Rhein überqueren wollte, so schlendernd und mit Blick auf den See, kam sehr plötzlich ein Hund entgegen, woraufhin mir ein huch entfleuchte und ich gerade noch ausweichen konnte. Wem ich nicht ausweichen konnte, war dieser dem Hund angehängte Mann. Er hatte nämlich die Güte seine Schulter demonstrativ gegen meine Brust zu beugen, ohne seinen Schritt zu verlangsamen. Dank der überstrahlenden Sonne war ich auf einen solchen Akt der Unverschämtheit gar nicht gefasst, die Leute schienen mir recht friedlich bis dahin. Jedenfalls war ich verwirrt, nachdem mir eine so unverhoffte Kollision widerfahren musste.
Verschiedene mögliche Reaktionen gingen mir wie Flausen durch den Kopf. Erst wollte ich dem Mann eine reinhauen. Das schien dann sehr schnell ein wenig übertrieben, denn so ein Faustschlag ins Gesicht zieht vermutlich weitere Nettigkeiten nach sich. Von beiden Seiten versteht sich. Ich vs. Hundemann. Wo kommen wir denn da hin? Eine Eskalation! Also hätte mein Akt der Rache ganz großartig sein müssen, um jede Gegenreaktion zu vermeiden. Zwischen all den fröhlichen Leuten niederschießen, oder in den Rhein schmeißen. Geht natürlich nicht. Schließlich hab ich ja damals die Kriegsdienstverweigerung nicht ohne Grund abgegeben. Kann das ja nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ist nicht drin. Ja, aber so einfach weiterlaufen, als wäre nichts geschehen? Beleidigen. Du ARSCH!
Ist ja nun nicht so richtig elegant. Scheint mir allerdings fast legitim. Jetzt bin ich stolz, gar nichts gesagt zu haben. Schließlich brauche ich mich ja gar nicht über Nichtigkeiten aufregen! Bin doch total entspannt. War ja Sonne. Wie weit der Hundemann eine Grenze der Höflichkeit überschritten hat, hängt anscheinend mehr von mir ab, als von ihm. Alles eine Frage meiner Interpretation.
Bin mir allerdings sicher, dass er ein mieses….hinterhältiges….schmutziges…..ganz, ganz liebes Kerlchen ist!
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Ehrlich gesagt, ist dieser meinige Blog, der erste Blog, den ich in meinem Leben lese und dennoch scheint mir das Internet ganz überfüllt mit Blogs. Wir lustigen Menschen finden es wohl wichtig unsere Worte in den Orbit zu schicken, dabei ist es doch sehr unwahrscheinlich, jemanden zu finden, der das alles lesen will.
Das Beste daran: es ist uns auch egal. Das behaupte ich jetzt mal so ganz verschmitzt. Natürlich schicke ich auch eine sofortige Beschneidung meiner Aussage hinterher, damit jeder, der diesen Text ganz bestimmt lesen wird, versteht, was ich eigentlich sagen wollte. Da schau her; der Grund weshalb ich hier schreibe, seid nicht ihr lustigen Leser, sondern ganz alleine ich bin dieser Grund. Ich muss mich einfach mal ausdrücken. Obwohl ich total nur für mich schreibe und so, sollt ihr alle alles lesen, weil ich dann nicht so furchtbar alleine bin in dieser eisgrauen Welt. Damit habe ich mir wunderbar widersprochen und bin glücklich.
Im Folgenden greife ich mit Maulwurfshänden in die Weiten meines Hirns und hole dort die tollsten Dinge überhaupt hervor. Jedenfalls die tollstmöglichen und überhaupt ist das ja alles relativ, wie wir alle wissen. Aussagen leben eh nur von ihren Gegenaussagen. Das macht sie so anstrengend. Sie scheinen mir im Bewusstsein dieses Wissens nutzlos und heuchlerisch. Dass ihr und eines meiner anderen Ichs dem widersprechen wollen, bestätigt nur meine Aussage. Ha! Wink mit dem ganzen Lattenzaun!
Das Nilsferd
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